Zum Inhalt Zum Menü
von Familie Schwarzenberger

Vom Pongau nach Piräus

Bischofshofen

Alle Vorfahren von Gerald Schwarzenberger stammen aus dem „Eisenbahnerort“ Bischofshofen, sind dort aufgewachsen und haben auch in verschiedenen ÖBB Dienststellen in Bischofshofen gearbeitet.

Der Großvater mütterlicherseits (siehe Foto oben) war Lokführer. Geboren im Jahr 1903 zählte er zu Beginn des 2. Weltkrieges schon zu den etwas erfahreneren Lokführern und hatte daher das Privileg nicht mit der Waffe dienen zu müssen.

In den Kriegsjahren leitete er eine große Zugförderung in Piräus (Griechenland) und geriet dabei in russische Gefangenschaft.

110%iger Eisenbahner

Nach 1 1/2 Jahren Kriegsgefangenschaft in einem Lager im Kaukasus gelang ihm, „standesgemäß“ per Bahn die Flucht in die Pongauer Heimat. Natürlich nicht als normaler Fahrgast, sondern viele Stunden und Tage versteckt auf Dampflokomotiven, liegend zwischen Fahrgestell und dem Dampfkessel. Als 110%iger Eisenbahner war es für ihn auch selbstverständlich, nicht nach 35 Dienstjahren in Pension zu gehen – so ging er bis zu seinem 65. Lebensjahr seinem über alles geliebten Beruf nach.

K.u. K Staatsbahn

Gerald Schwarzenbergers Großvater väterlicherseits (geboren 1889) stammt aus einer Bauernfamilie. Schon mit 15 Jahren begann er als Oberbauarbeiter in der Bahnmeisterei Bischofshofen zu arbeiten. Auch ihm blieb im 1. Weltkrieg das Soldatenschicksal erspart. Er diente der k. u. k. Staatsbahn während der Kriegsjahre und später den ÖBB in allen möglichen Funktionen wie z.B. als Oberbauarbeiter, Bremser, Lampist, Schrankenwärter oder Stellwerker.

Der Vater von Gerald (geb. 1927) begann unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges seinen Dienst bei der Bahn. Er war lange Jahre als Güterkassier, später in der Personenkasse und schließlich als Personalbeamter am Bahnhof Bischofshofen tätig. Auch er diente den ÖBB weit länger als den damals noch üblichen 35 Dienstjahren. Als noch aktiver 58jähriger Eisenbahner verunglückte er bei einem Radrennen tödlich.

Schon über 30 Jahre im Dienst der ÖBB

Gerald Schwarzenberger selbst begann, nach Abschluss einer HTL Ausbildung, seinen Dienst bei den ÖBB, 1981 in der Streckenleitung Bischofshofen. Nach der Auflassung der Streckenleitung 1985 führte ihn seine Tätigkeit in verschiedenste Aufgabenbereiche im ÖBB Baudienst quer durch Österreich, von Vorarlberg (Kraftwerk Braz – Spullersee) bis ins Burgenland (Neubau Strecke Parndorf – Kittsee). Nach über 30 Jahren auswärtigem Dienst sitzt er nun wieder im selben Gebäude (ehemalige Streckenleitung) in Bischofshofen, in dem er 1981 seine berufliche Laufbahn bei den ÖBB begonnen hat, mittlerweile in der ÖBB-Infrastruktur AG, als Leiter Anlagentechnik in SAE Region Mitte .

Ob eines seiner drei Kinder eine Eisenbahnerlaufbahn einschlagen wird, ist noch ungewiss. Zumindest ein Sohn wird als angehender Seilbahntechniker in einer artverwandten Sparte tätig sein.

Geschichte von zwei Brüdern, die nicht Josef heißen und trotzdem Eisenbahner wurden

Wien

von Familie Pirkl

    Böhmisch Trübau oder Česká Třebová wurde 1845 an die Eisenbahn angeschlossen und entwickelte sich danach zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Im gleichen Jahr und am gleichen Ort wurde Ferdinand Blodik – der Ur-Urgroßvater von Erich und Klaus Pirkl – geboren und begründete eine 145-jährige bis heute anhaltende Eisenbahnertradition in der Familie Pirkl. Die Familie…

Eine medizinische Sensation im Jahr 1942

Selzthal

von Familie Reitterer

Der Ur-Urgroßvater von Gert Reitterer, Michael Almberger sen., war Weichenwärter in der Abzweigung Kastenreith. Seine am 15. Jänner 1906 ausgestellte Legitimationskarte der k.k. österreichischen Staatsbahnen diente als Bestätigung für das Recht auf Freifahrten. Ein tragischer Unfall mit einem glücklichen Ausgang Sein Urgroßvater, Michael Amberger jun., war im Heizhaus Selzthal beschäftigt. Von ihm gibt es leider…

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.