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von Familie Ott

Eisenbahnbrüder

Die Eisenbahngeschichte der Familie von Peter Ott startet mit den drei Brüdern Matyas, Franz und Johann Nepomucky. Von Matyas ist nur bekannt, dass er Lokführer bei der k.k. privilegierten Kaiser Franz Josephs-Bahn (KFJB), einer Privateisenbahngesellschaft war. Sein Bruder Franz, geb. 1868, war Bahnmeister bei der k.k. privilegierte Österreichischen Nordwestbahn (ÖNWB), deren Strecken in den Kronländern Niederösterreich, Mähren und Böhmen lagen. Die Hauptverbindung der Gesellschaft führte von Wien nach Mittelgrund an der damaligen österreichisch-sächsischen Landesgrenze. Übrigens, unser Titelbild „Ankunft eines Zuges im Wiener Nordwestbahnhof“ von Karl Karger können Sie  hier  im Detail bewundern.

Und auch Johann Nepomucky, geboren 1879, arbeitete von 1897-1900 als Verschieber bei der k.k.österr. Nordwestbahn.

Johann Nepomucky sen als 3.liegend v.r. bei seinem Militärdienst von 1902 – 1904 Militärdienst

Zwischen 1900-1904 leistete er seinen Militärdienst,  ab 1902 am Bahnhof Felixdorf als Stationsaufseher.

Ein Dienstzeugnis aus dem Jahr 1903

 

Bahnhof Jedlersdorf

Von 1904-1909 war er wieder bei der Nordwestbahn als Stationsaufseher im Bahnhof Jedlersdorf tätig und mit der Verstaatlichung der Nordwestbahn arbeitete er von 1909 bis 1924 bei den österreichischen Staatsbahnen bzw. später bei den Österreichischen Bundesbahnen.

Das Abschlusszeugnis zur Pensionierung

Aufgrund der 2. Angestellten Abbau Gesetznovelle wurde Johann Nepomucky sen. 1924 in den dauernden Ruhestand versetzt

Johann Nepomucky war mit Anna Sagner, geb. 1888,  verheiratet. Auch ihre Brüder Franz, Rudolf und Heinrich Sagner waren Eisenbahner. Franz Sagner, geb. 1894, war Werkmeister in der Hauptwerkstätte Jedlersdorf. Rudolf (*1899) war Stellwerksmeister im Bahnhof Jedlersdorf und Heinrich (*1914), der jüngste Bruder war Werk- und Lehrmeister in der Hauptwerkstätte Jedlersdorf.

Johann Nepomucky jun.

1909 wurde Johann NEPOMUCKY jun., der Sohn von Anna und Johann Nepomucky, geboren. Er war von 1941 bis 1975 als Triebfahrzeugführer in Linz tätig. Im Jahr 1950 hatte er auf der Fahrt mit dem Schnellzug von WienWestbahnhof nach Linz auf der von russischen Soldaten als Zonengrenze bewachten Enns-Brücke, einen unbemerkten tödlichen Unfall. Erst bei der Ankunft in Linz wurde er von der Betriebsaufsicht in Linz davon informiert. Bei Nachforschungen durch die russischen Besatzer wurde der damalige Lokführer gesucht. Aufgrund dieser gefährlichen Sachlage wurde Johann Nepomucky von seinen Vorgesetzten nicht mehr für Züge Richtung Wien eingeteilt, sondern fuhr nur mehr Dieseltriebwagen auf der Selzthal.Strecke.

Seine Schwester Anna, geb. 1918, heiratete Franz Pfeifer. Beide waren bei den ÖBB beschäftigt. Anna arbeitete in der Hauptkassa der HW Jedlersdorf und Franz (*1913) als Setzer und Lektor in der Hausdruckerei am Westbahnhof.

Liselotte Ott (geb. Slama) 2. von links auf der Stiege der Fernmeldestreckenleitung Wien, 1965

Liselotte Slama (* 1936), eine Enkelin von Johann Nepomucky sen., war von 1956-1968 in der Hauptfernschreibstelle  Wien und in der Fernmeldestreckenleitung Wien im Personalwesen tätig. Sie heiratete Walter Ott (*1938), der von 1959-1992 im Wirtschafts- und Finanzwesen (ELS Wien, GD VI/I) tätig war.

Walter Ott, 2. v. links, .knieendElektrostreckenleitung Wien 1964 Kagran

Walter Ott in der  GD VIII-1 im Jahr 1976

Und auch ihre beiden Söhne, die Brüder  Gerhard (* 1959) und Peter (* 1967) Ott sind bei der Bahn. Beide absolvierten eine Lehre in der Lehrwerkstätte Penzing.

Gerhard Ott im Juli 1981 in Wien West

Und im Jahr 2009 im  Railjet

 

Gerhard Ott ließ sich danach zum Triebfahrzeugführer ausbilden.

Peter Ott in der Lehrwerkstätte Penzing, 1982

Peter Ott arbeitet bei der ÖBB Infra als Servicetechniker Energie und ist für die Leitung ASC Sicherheit verantwortlich.

Die jüngste Generation wird von Ing. Richard SAGNER (* 1976) repräsentiert. Er ist ein Enkel von Heinrich Sagner und als technischer Sachbearbeiter für das Livecycle Management für Leit- und Signalanlagen verantwortlich.

Von Gleismeistern und Frachtmeistern

Parndorf

von Familie Lippert

Die Eisenbahner-Tradition der Familie Lippert beginnt mit dem Urgroßvater von Isabella: Matthäus Lippert (Jahrgang 1908) begann nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft bei der Bahnmeisterei Parndorf als Gleisbauarbeiter zu arbeiten. Sein Sohn Otto Lippert (geboren 1934), der Opa von Isabella, begann nach Abschluss seiner Elektrikerlehre im Jahr 1954 ebenfalls bei der Bahnmeisterei Parndorf seinen Dienst…

Ein ÖBB Abgeordneter aus Ober-Grafendorf

von Familie Sigl

Alois Sigl, der Großvater von Christian Sigl arbeitete ab 1. April 1940 als Heizer bei der Bahn. Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurden die Österreichischen Bundesbahnen am 18. März 1938 von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Die Bahn war für die Kriegslogistik der Nationalsozialisten sehr wichtig und so musste Alois Sigl mit der…

Eine Eisenbahnerfamilie mit Wurzeln in Italien und Deutschland

Unzmarkt

von Familie Liebhart

Auf dem ersten Bild zu sehen ist Stephan Liebharts Ur-Urgroßvater, Giovanni Sbardelatti. Er kam im Zuge der Errichtung der Rudolfsbahn aus dem Raum Udine nach Österreich und war dort als Vorarbeiter einer Baupartie eingesetzt. Der Name Rudolfsbahn leitet sich von der k.k. privilegierten Kronprinz Rudolf-Bahn Gesellschaft (KRB) ab. Deren 1868 bis 1873 eröffnete Hauptstrecke hatte ursprünglich folgenden Verlauf:…

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